Günter Naumann

Biografie

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Günter Naumann Portrait

Geboren am 17.11.1925 in Chemnitz 
Gestorben am 6.11.2009

Einem großen Publikum ist er durch charaktervolle Rollen im Theater und in zahlreichen Filmen der DEFA und des Fernsehens bekannt. Es gibt jedoch eine bis heute wenig bekannte Seite seines Schaffens.

Die Begeisterung für Malerei und Architektur war die erste künstlerische Leidenschaft des gebürtigen Chemnitzers und sollte ihn ein Leben lang begleiten.


Während seiner englischen Kriegsgefangenschaft von 1943 bis 1947 beschäftigte er sich intensiv mit Malerei und Grafik. Er zeichnete Kathedralen, schuf Wandgestaltungen für private Auftraggeber und entwarf Bühnenbilder für das Lagertheater, in welchem er auch Rollen übernahm (z.B. in Gogols „Der Revisor“).

Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft absolvierte er ein privates Studium der Malerei bei Prof. Fritzsche in Chemnitz. Nach Stationen als Bauzeichner beim Rat der Stadt und als Bauleiter beim Wiederaufbau des Opernhauses seiner Heimatstadt studierte er Schauspielkunst in Chemnitz und Leipzig, bekam ein Engagement an den Städtischen Bühnen Karl-Marx-Stadt und später am Berliner Ensemble.

Während der Chemnitzer und Berliner Zeit sowie auf Reisen entstanden zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und Skizzen. Sie zeigen Menschen, Landschaften, Stillleben und Stadtansichten. Dabei bediente er sich einer Vielzahl von Techniken wie Ölmalerei, Aquarell, Pastell, Feder- und Bleistiftzeichnung.

Günter Naumann agierte bis 2009 an verschiedenen Theatern (Deutsches Theater Berlin, TIP und BAT Berlin) und spielte in vielen gesamtdeutschen Filmen und Serien (siehe Filmografie und Hörspielverzeichnis bei wikipedia.de)

1982
Nationalpreis der DDR

1977 
Kunstpreis der DDR

Seit  1970 
Mitglied des Fernsehensembles

Seit den 1960er Jahren
Arbeit bei der DEFA (u. a. in „Fünf Patronenhülsen“)

1957
Wechsel zum Berliner Ensemble
Internationale Gastspiele in London, Paris, Moskau, Leningrad, Venedig, Warschau, Budapest, Bukarest, Prag, Edinburgh und Stockholm

1953–57
Engagement an den Städtischen Bühnen Karl-Marx-Stadt

1950
Schauspielstudium in heute Chemnitz und an der Theaterhochschule Leipzig

1947
Heimkehr nach Chemnitz, Studium der Malerei bei Prof. Fritzsche
Arbeit als Bauleiter am Chemnitzer Opernhaus

1943
Einberufung zur Wehrmacht, englische Kriegsgefangenschaft
Lehre als Betonbauer, Beginn eines Architekturstudiums

1925 
17. November 1925 in Chemnitz geboren